Kritik zur neuen CD unter

http://rock-garage-magazine.blogspot.de/2014/07/tokyo-one-world.html

Irgendwie hat sich das abgezeichnet. Vor einiger Zeit wurden ja alle drei Alben der Frankfurter Rocker TOKYO wiederveröffentlicht. Darauf befanden sich auch ein paar neue Songs oder zumindest welche neueren Datums. Seit 2013 sind TOKYO zudem wieder in Originalbesetzung auf der Bühne (bis auf den leider verstorbenen Schlagzeuger Fritz Matzka, er wird ersetzt durch Aaron Thier). Aber TOKYO bestehen immer noch aus Klaus Luley (CRAAFT, guitars, vocals), Ken Taylor (bass, vocals), Lothar Krell (keyboards, vocals) und Robby Musenbichler (guitars, vocals).

Wer die Re-Releases oder zumindest unsere Rezensionen dazu studiert hat, wird von der recht modernen Ausrichtung des Materials auf „One World“ nicht sonderlich überrascht sein. Mit Hits der Marke „Tokyo“ hat das hier überhaupt nichts mehr zu tun. Nicht, dass das schlecht wäre, es soll nur allen ewig Gestrigen gleich den Wind aus den Segeln nehmen. Zugegebenermaßen war das Eintauchen in „One World“ nicht einfach. Aber nach einigen Durchläufen hat sich einmal mehr diese Magie entfaltet, die es auch schon in den frühen Achtzigern gab – zumindest bei einigen Songs.

Der Opener „One World“ stellt fast schon eine Sicherheitsnummer dar. Für die Verhältnisse von TOKYO ziemlich einfach und eingängig gestrickt, besteht der Song praktisch nur aus einem Thema. Übrigens stammt er von Bassist Ken Taylor. Dennoch ein gelungener Einstieg, weil die Melodie nicht mehr aus dem Kopf will. Wer es etwas komplexer mag – bitteschön: Track Nummer 2 bietet vertrackte Arrangements, harte Riffs und tiefergelegte Gitarren. Funkige Bassläufe und ein eindringlicher Text runden „Stand Up“ ab. „I´m Free“ läuft wieder etwas straighter rein und ist auch sehr relaxt. Etwas rassiger tönt „If We Don´t Believe“, hier wird wieder modern gerockt. „Soon“ könnte als eine Art moderner Westcoast-Song durchgehen.

Nach der Ballade „It´s Springtime Again“ gibt es mit „Sea Of Joy“ den wohl klassischsten TOKYO-Song auf diesem Album. „Fall Into Sleep“ ist eine weitere Feuerzeug-Nummer, das krachende „Do You Feel The Thunder“ kann getrost als härtester Song in der Bandgeschichte bezeichnet werden. Allerdings springt der Funke hier nicht so ganz über – zu groß ist die Kluft zwischen progressiven Elementen und den zuckersüßen Melodien des Refrains. Nach dem ruhigen „Children Of Darkness“ und dem etwas anstrengenden „Desert Life“ ist

„One World“ präsentiert TOKYO in zeitgemäßem Soundgewand, und auch das Songwriting hat sich geändert. Klar, immerhin sind 31 Jahre seit dem letzten Tonträger „San“ vergangen. Dass TOKYO aber immer noch für überraschende Momente gut sind, zeigen insbesondere der Titeltrack, „Sea Of Joy“ oder „I´m Free“. Diese Songs kann man getrost als Anspieltipps nennen, um sich aber einen Einblick in die ganze Bandbreite der verschiedenen Elementen zu verschaffen, sollte man dem Album schon einen Komplettdurchlauf spendieren. Neugierige dürfen sich aber nicht vom modernen Sound abschrecken lassen. 

 

http://youtu.be/WvjQCp-Ijcg



http://www.meinbezirk.at/judenburg/leute/legendaeres-konzert-in-spielberg-tokyo-und-welcome-begeisterten-live-on-stage-d560060.html

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/murtal/multimedia.do?action=showEntry_detail&project=161701

http://youtu.be/Jau9ayRBCfU

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/murtal/knittelfeld/3286801/praesident-zupft-saiten.story